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Wenn man sich, seine Produkte oder Dienstleistungen über bekannte Plattformen wie Facebook, Xing, YouTube und Twitter vermarkten möchte, muss man mit Bedacht vorgehen und plumpe Werbesprüche vermeiden.

Schaut man sich in Twitter um, merkt man gleich, dass das Denkverhalten in Bezug auf Marketing im Web 2.0 noch immer in den Kinderschuhen steckt. Es macht den Eindruck, als würden noch weit über 90 Prozent der Leute, die eine geschäftliche Absicht in ihren Twitteraktivitäten verfolgen, dem Motto „viel (Werbung) hilft viel“ glauben schenken. Da werden die Kanäle nur so mit Werbesprüchen zu Sonderangeboten überschwemmt.
Der Gedanke des „sozialen Netzwerks“ rückt dabei meist völlig in den Hintergrund. Dass diese Web 2.0-Plattformen jedoch hauptsächlich von Leuten genutzt werden, die Gleichgesinnte suchen, wird scheinbar ignoriert.

Viel wichtiger wäre es aber, wenn ein Umdenken der „Geschäftsleute“ stattfinden würde, hin zu einer Kommunikation auf der gleichen Stufe. Denn genau dazu sind Soziale Netzwerke da. Jede Meinung eines noch so kleinen Interessenten hat hier ihre Berechtigung. Es gilt also diese Meinungen aufzugreifen und die Interessenten mit Wissen und Transparenz zu versorgen.
Ich teste gerade einen Kurs zum Thema „Vermarktung im Web 2.0“. Dieser Kurs wurde von einem knapp über 20 Jahre alten Jung-Marketer Namens Mario Schneider erstellt, der bereits jetzt schon so etwas wie ein Star der Online-Marketing-Szene ist. Man merkt gleich, dass Jugendliche einen ganz anderen Bezug zu dieser Materie haben. Ich bin selbst schon seit dem Jahr 1992 online, als das Internet noch BTX hieß und somit ein alter Hase, aber dieser kleine Grünschnabel hat es tatsächlich geschafft mich zu beeindrucken.
Mario Schneider stellt zum Beispiel in einem seiner Videokurse die Werbephilosophie des Web 2.0 vor. Diese besteht im Kern aus drei einfachen Regeln. Die erste davon möchte ich Ihnen hier wiedergeben.

Sie lautet:  „immer indirekt werben“.

Natürlich wollen wir durch das Web 2.0 Neukunden gewinnen. Das Schlimmste wäre jedoch, wenn man dieses Ziel direkt in Twitter und Facebook verfolgen würde. Diese beiden Plattformen seien nämlich ausschließlich dazu da, um eine auf Vertrauen basierende Beziehung zum Interessenten herzustellen und diese zu pflegen. Die Neugierde aus dieser Beziehung heraus sorge schon allein für den Besuch auf unseren Seiten.
Wenn also eine Werbeaktion, beispielsweise für ein Sondergebot, ins Haus stünde, wäre der größte Fehler, die Leute direkt auf dieses Angebot in den sozialen Netzwerken aufmerksam zu machen. Viel wirkungsvoller wäre es, die Leute in das eigene Blog zu leiten. Und das hat folgende Gründe:
Zum einen kann man gar nicht so schnell schauen, wie Interessenten einen als Spammer deklarieren, wenn man in Facebook, Twitter, Xing und Co. auf ein direktes Angebot weiterleitet. Diese plumpe Werbemethode bringt die User meist schnell dazu, sich von den Werbenden zu distanzieren oder diese zu blocken. Je mehr Sie also direkt werben, desto eher fallen Sie aus dem Fokus Ihrer Interessenten heraus – Ihre Stimme in den Web 2.0-Portalen würde immer kleiner werden. Diese sind nämlich nicht in Facebook auf der Suche nach Sonderangeboten, sondern nach Menschen, Freunden und Kontakten, die auf der selben Wellenlänge sind und echten Mehrwert für das Leben bringen. Zum anderen fehlt einem in Twitter auch der benötigte Freiraum, um ein Angebot ins richtige Licht zu rücken. 140 Zeichen können einem eine ansprechende und nachhaltige Werbebotschaft gar nicht ermöglichen. Wenn Sie Ihre Follower und Freunde jedoch erst einmal auf Ihren Blog leiten, dort qualitative und kostenlose Informationen liefern, den Platz nutzen, um Neugierde zu erzeugen und dann des Angebot als Lösung für ein konkretes Problem platzieren, werden Ihre Interessenten froh sein, ihrem Link gefolgt zu sein.

Sie gelten also nicht als Spammer in den sozialen Netzwerken, da ein Blogartikel vordergründlich nicht als Werbung angesehen wird und doch haben Sie die Möglichkeit ihre Botschaft entsprechend an den Mann zu bringen. Auf diese Art wird Ihnen auch weiterhin zugehört und die sozialen Netzwerke werden nicht zu einer Sackgasse für Ihre Werbebotschaft.
Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit in Ihrem Blogartikel erst etwas zu geben. Das können beispielsweise Hintergrundinformationen zu einem Produkt sein oder weiterführende Tipps von Ihnen als Experte. Das trägt dann nicht nur dazu bei, dass Sie das Vertrauen zu Ihnen als Experten stärken, sondern auch, dass die Leute plötzlich einen ganz anderen Bezug zu Ihrem Angebot bekommen und so viel eher zu einem Klick zu Ihrem Angebot geneigt sind. Nutzen Sie also Ihren Blog, um erst zu geben und Ihren Status als Experte zu festigen und schaffen Sie somit Vertrauen bei Ihren Lesern.
Diese erste Regel ist nur ein Auszug aus einem Video von Mario Schneider gewesen. Sollte Sie dieser Artikel inspiriert haben, mehr über die Möglichkeiten im Web 2.0 erfahren zu wollen, dann können Sie sich selbst von der erfrischenden Art von Mario Schneider in diesem kostenlosen Video überraschen lassen:

http://www.oeko-marketing.org/video/mario.php